Veritas verliert in Friesack

Mit einer 1:2 Niederlage machte sich die Mannschaft des FSV Veritas Wittenberge/ Breese auf den Weg nach Wittenberge.

Das Spitzenspiel des Spieltages (Zweiter gegen Dritter) stand für Veritas unter keinem guten Stern.

Neben den Langzeitverletzten Nörren, Lechleitner und Bandke fehlte Artlich auf Grund seiner 5. gleben Karte.

Kurz vor dem Anpfiff kam es dann noch dicker. Abwehrchef Gehrke musste passen. Eine Verletzung aus dem Training brach beim Warmmachen wieder auf und verhinderte einen Einsatz.

Damit stand erneut Trainer Krause in der Anfangsformation und auf der Bank nahm zunächst Tobi Ploigt platz.

Sichtlich geschockt vom Verletzungspech stand Veritas in der gesamten ersten Hälfte vollkommen auf dem Schlauch. Friesack übernahm sofort die Initiative und bestimmte das Spielgeschehen. Klare Chancen blieben aber zunächst Mangelware. In der 20. Minute breitete ein haarsträubender Fehler von Barsewitz den Weg zum 1:0 für die Gastgeber. Ein Abschlag wurde per Kopf verlängert. Der Veritasverteidiger, der ansonsten ein solides Spiel machte, war als erster am Ball schlug allerdings über das Leder und der Friesacker Stürmer lief allein auf Marx zu und vollendete sicher.

Jetzt gingen die Köpfe der Gäste nach unten und Friesack legte nach. Nach einer Flanke von der rechten Seite konnte Bolsmann zunächst noch klären. Im Nachschuss ließ ein Friesacker Mittelfeldspieler Marx keine Chance und hämmerte den Ball aus 5m unter die Latte.

Mit 0:2 aus Sicht der Gäste ging es in die Pause. Das Spiel schien gelaufen und niemand der vielleicht 50 Zuschauer traute Veritas noch etwas zu.

Krause motiverte sein Team in der Pause noch einmal und nach dem Wechsel stand plötzlich ein ganz anderes Team aus Wittenberge auf dem Platz.

Veritas war jetzt klar Feldüberlegen und erspielte sich Chancen im Minutentakt. Friesack tauchte nur noch durch sporadische Konter vor Marx auf.

Die erste 100%ige Chance auf den Anschlusstreffer hatte Fechner. Nach einem butterweichen Zuspiel von Siodla-Bober hätte er sich die Ecke aussuchen können, doch er drosch den Ball aus 7m über das Tor. 

Keine 10 min später lag der Ball im Tor von Friesack. Nach einem Fernschuss von Hurlbrink rutschte dem Torwart der Gastgeber das Leder durch die Arme und trudelte über die Line. Alle hatten es gesehen, nur das Schiedrichtergespann nicht.  Es gab den klaren Treffer nicht. Veritas steckte nicht auf und 5 min später lag der Ball erneut im Tor der Gastgeber. Nach schöner Krause-Flanke hatte Fechner per Kopf vollendet. Doch auch Diesesmal fand der Treffer keine Anerkennung. Angeblich soll Fechner im Abseits gestanden haben. Veritas machte weiter und erspielte sich weitere Topchancen. Zweimal mal hatte Kampehl den Anschluss auf dem Kopf. Seiner erster Versuch strich hauchdünn am langen Pfosten vorbei und der Zweite landete an der Latte. Dann war es Münster der nach schöner Kombination 10 m vor dem Tor frei Schussbahn hatte. Auch er verzog knapp. in der nächsten Szene behinderten sich Barsewitz und Fechner gegenseitig und schafften es nicht, den Ball aus einem Meter im Tor unterzubringen. Kurz vor Schluss dann doch noch der Anschlusstreffer. Fechner setzte sich im Strafraum druch und passte in die Mitte zu Münster. Dieser hatte keine Probleme zum 1:2 einzuschieben.

Jetzt stürmte bei den Gästen sogar Marx mit doch mehr als ein Schuss von Hurlbrink kam nicht mehr heraus. Auf der Gegenseite hätte es in der Nachspielzeit einen Elfmeter geben können. Aber auch hier blieb die Pfeiffe des unparteiischen stumm.

So blieb es am Ende beim schmeichelhaften Heimsieg für die Fliederstädter und Veritas rutschte auf den 4 Tabellenplatz ab.