Der FSV Veritas Wittenberge/Breese hat in der Fußball-Landesklasse West seinen sechsten Heimsieg verpasst. Am Sonnabend trennte sich das Team von Trainer Swen Bober vor nur 90 Zuschauern im Wittenberger Thälmann-Stadion von Eintracht Friesack 1:1 (1:0)-unentschieden.
"Mit der Leistung kann man zufrieden sein, mit dem einen Punkt in einem Heimspiel natürlich nicht", sagte Veritas-Routinier Jens Bartkowiak nach Spielschluss. "Spielerisch konnten wir, vor allem in der zweiten Hälfte, einige Akzente setzen." Swen Bober sah dies ähnlich, fügte aber an: "Das Ergebnis geht in Ordnung. Vor dem Tor fehlt uns aber noch die nötige Geilheit, einen Treffer zu erzielen."Die Gäste begannen forsch, mussten aber schon in der 4. Spielminute das 0:1 durch Norman Hurlbrink hinnehmen. "Das Tor war gut herausgespielt. Gücki (Sebastian Gückel - Anm. d. Red.) hat den Ball behauptet, dabei seinen Körper gut eingesetzt. Seine Flanke brauchte ich dann nur noch reinmachen", sah der Torschütze die Situation.
Die Eintracht ließ sich nicht beeindrucken und spielte weiter auf Angriff. Zwar zeigte sich die Veritas-Abwehr im Zweikampf - besonders Jens Bartkowiak bot bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung gegen Torjäger Matthias Meinecke eine ganz starke Partie - auf der Höhe, trotzdem ermöglichten Unzulänglichkeiten im eigenen Defensivverhalten den Friesackern dickste Möglichkeiten.
Und hätte die Heimelf nicht mit Torhüter Martin Marx den mit Abstand besten Akteur auf dem Platz in den eigenen Reihen gehabt, wer weiß, wie die Partie gelaufen wäre. Der Veritas-Kapitän rettete mit Glanztaten gegen Thiemann (14./23.), Scheibner (20.), kaufte auch dem allein vor ihm auftauchenden Matthias Meinecke (30.) den Schneid ab und hatte zudem Glück, dass ein Nehls-Versuche an der Latte endete (6.). Da auch Florian Artlich (7., 17.) und Gückel (38.) die wenigen Chancen der Gastgeber nicht nutzen konnten, ging es mit der knappen Führung in die Pause.
Elf Minuten waren im zweiten Abschnitt gespielt, da tauchte Meinecke erneut mutterseelenallein vor Marx auf. Und diesmal machte der Gäste-Kapitän "sein" Tor. Als Marx danach die Chancen von Nolle (61.) und Meinecke (63.) entschärfte, war es mit Herrlichkeit der Gäste aber vorbei. Die Bober-Elf bekam die Partie Mitte der zweiten Halbzeit mehr und mehr in den Griff, ließ aber im Angriff die nötige Entschlossenheit vermissen. So blieb es bei der gerechten Punkteteilung.
Quelle: www.prignitzer.de
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Die Serie ist gerissen. Nach sieben Spielen ohne Niederlage musste sich der FSV Veritas Wittenberge/Breese in der Fußball-Landesklasse West wieder einmal geschlagen geben. Vor nur rund 100 Zuschauern unterlag die Elf im Ernst-Thälmann-Stadion gegen Alemania Fohrde mit 1:2 (1:2). "Das war wohl unser schwächstes Spiel", sagte Veritas-Trainer Swen Bober nach 90 wenig unterhaltsamen Minuten.
Sebastian Gückel (l.) sorgte mit seinem Freistoßtreffer für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Torsten Gottschalk
Die Gastgeber gingen stark ersatzgeschwächt in die Begegnung. Mit Benjamin Kampehl, Norman Hurlbrink, Jens Barsewitz, Sebastian Fechner und dem langzeitverletzten Martin Gehrke fehlte gleich eine handvoll Akteure. Aus dieser Not heraus setzten die Platzherren auf das Projekt "Jugend forscht". Mit Christopher Nitsche gab ein weiterer A-Junior sein Debüt bei den Herren. Mit ihm und Philipp Schulze sowie Florian Artlich standen gleich drei 18-Jährige in der Startelf.
Und die traf auf einen Gegner, der nicht überragend, aber taktisch clever spielte. Die Räume geschickt eng machte, selbst gefährlich konterte und eine Schwachstelle bei den Wittenbergern aufdeckte, die auch dem Coach nicht verborgen blieb: "Wir sind im Moment aus dem Mittelfeld heraus zu wenig torgefährlich", erklärte Swen Bober. Aber Torchancen gab es für Veritas gleich zu Beginn. "Nach zehn Minuten hätten wir 2:0 führen müssen", meinte der Trainer zu den Chancen für Benjamin Artlich, der zunächst etwas zu lange zögerte und dann mit dem Kopf scheiterte.Nach ein wenig Leerlauf fiel der Führungstreffer der Gäste. Nach einem etwas umstrittenen Freistoß - viele hatten einen Pressschlag zwischen Tobias Ploigt und seinem Fohrder Gegenspieler gesehen - fehlte in der Abwehr vor Torwart Martin Marx etwas die Abstimmung und der mit 39 Jahren älteste Fohrder, Marcus Ziemer, sprang in den Ball und brachte ihn zum 0:1 über die Linie (26.). Die Antwort der Bober-Elf folgte prompt. Sebastian Gückel verwandelte einen Freistoß an der schlecht postierten Mauer vorbei zum 1:1 (31.). "Die Ecke war frei und dann ist die Mauer auch noch auseinander gegangen", kommentierte der Torschütze seine freche Aktion.Zehn Minuten später folgte der erneute Rückstand. Bei einer Ecke für den Neuling passte wieder nicht die Zuordnung in der Abwehr der Platzherren. Ausgerechnet der körperlich kleinste Fohrder Spieler, Friedrich Kroop, köpfte völlig freistehend zum 1:2-Pausenstand ein (42.).Zur zweiten Halbzeit brachte Swen Bober mit Stephan Uller für Kevin Lechleitner den vierten 18-jährigen Akteur auf das Feld.Und obwohl sich alle Spieler mühten, wirkliche Torgefahr entstand im gesamten zweiten Durchgang nicht. Es mangelte an Durchsetzungsvermögen und Abgeklärtheit. Ein Alleingang von Christian Münster, ein Freistoß von Sebastian Gückel aus großer Distanz, den Gästekeeper Eichler im Nachfassen hielt - das war es auch."Erst mit dem Biss, den wir in den letzten 20 Minuten gezeigt haben, war ich zufrieden", lautete das Fazit des Veritas-Trainers. Und das Debüt von Christopher Nitsche? "Er hat seine Sache gut gemacht. Mit ihm in der Innenverteidigung brauchen wir vor der Zukunft keine Angst zu haben", antwortete Bober.Quelle: www.prignitzer.de
Keinen Sieger fand am Sonnabend das Prignitz-Derby in der Fußball-Landesklasse West zwischen Gastgeber SV Garz/Hoppenrade und dem FSV Veritas Wittenberge/Breese. In einem Spiel der Marke Sommerfußball, wie es Veritas-Routinier Jens Bartkowiak formulierte, trennten sich beide Teams 3:3 (0:1). Während die Elbestädter auch das siebente Spiel in Folge ohne Niederlage blieben, sicherte sich der Aufsteiger zumindest einen wichtigen Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. "Es war ein gerechtes Unentschieden. Meine Mannschaft hat auch nach dem klaren Rückstand nicht aufgegeben, bis zuletzt gekämpft und sich den Punkt verdient", meinte Hoppenrades Coach Ralf Bünger nach Spielschluss. "Durch viele Umstellungen haben wir in der zweiten Halbzeit die Spielkontrolle verloren. Unser Mittelfeld fand keine Linie mehr und konnte daher für wenig Entlastung sorgen", analysierte Veritas-Trainer Swen Bober hinterher.
Die Gäste kontrollierten das Geschehen in der ersten Halbzeit und gingen vor rund 100 Zuschauern mit einer 1:0-Führung durch ein Kopfballtor von Benjamin Artlich (28.) in die Pause. Nach dem 2:0 (53.) durch eine schöner Einzelleistung von Christian Münster schien die Vorentscheidung zu Gunsten des Tabellen-Sechsten gefallen zu sein. Der nach langer Verletzungspause im zweiten Abschnitt eingewechselte Sebastian Busse verkürzte jedoch nur sieben Minuten später mit einem sehenswerten Schuss in den Winkel auf 1:2. Doch die Antwort der Gäste lies nicht lange auf sich warten. Münster stellte mit seinem Treffer zum 3:1 (72.) den alten Abstand wieder her.Doch anstatt die Führung sicher über die Zeit zu bringen, wurden die Gäste unkonzentriert und ließen sich nach einem eigenen Eckball auskontern. Bartkowiak schirmte den Ball an der Grundlinie gegen Busse nicht richtig ab und dessen Eingabe vollendete Johannes Schulze zum 2:3 (75.). "Durch meinen Fehler haben wir den Gegner erst wieder zurück ins Spiel gebracht", zeigte sich "Hobschi" hinterher selbstkritisch.In der Tat drängten die Gastgeber danach auf den Ausgleich und wurden für ihren Kampfgeist doch noch belohnt. Nachdem Björn Friedrich eine Großchance ungenutzt ließ, schloss Busse in der Nachspielzeit ein Solo mit dem umjubelten Treffer zum 3:3 ab. "Nun müssen wir auch auswärts mal punkten", fordert Bünger, nach dessen Meinung 30 Punkte zum Klassenerhalt reichen sollten. 22 Zähler haben die Garz/Hoppenrader bislang auf ihrem Konto. Und noch stehen sechs Partien an.
Link zum Video: http://youtu.be/rsM1Hpdxm2g
Für den Aufsteiger wird die Luft im Abstiegskampf nach der 0:8-Klatsche zuletzt in Fohrde immer dünner. Dem Team von Trainer Ralf Bünger hilft im Prignitz-Derby deshalb nur ein Sieg, um die Mitkonkurrenten auf Distanz zu halten. Doch Veritas kommt mit breiter Brust, ist seit nunmehr sechs Spielen in Folge unbesiegt. Allerdings haben die Elbestädter in den bisherigen Partien gegen Konkurrenten aus der Prignitz meist nicht wirklich überzeugt. Schon im Hinspiel mühte sich Veritas zu einem knappen Sieg.
Quelle: www.prignitzer.de